Gemeinschaft stärken – Sommerevent des Dezernats 0530 – DRV Bund

Gruppenbild der Teilnehmenden
Gesichter zum Schutz der Persönlichkeitsrechte KI-generiert

Es gibt Sommer, die sich in die Erinnerung einschreiben wie ein Siegel in warmes Wachs, und es gibt Tage, an denen die Sonne über einer Stadt steht, als wollte sie sich an ihr rächen für alle grauen Monate zuvor. Ein solcher Tag war es, an dem sich unser Dezernat anschickte, sein Sommerfest zu feiern – ein Vorhaben, das, wie sich zeigen sollte, dem Schicksal ebenso viel Gelegenheit zur Erfindungsgabe bot wie den Planenden selbst.

Man muss den Damen und Herren, die in jener Woche ihre Teilnahme absagten, mit Nachsicht begegnen, denn die Gründe waren mannigfaltig und, jeder für sich betrachtet, durchaus verständlich. Die Hitze hatte die Stadt in eine Art Belagerungszustand versetzt, unter dem selbst der Unternehmungslustigste ins Wanken geriet. Andernorts rief die Weltmeisterschaft, jenes große Schauspiel, dem sich in solchen Wochen kaum jemand zu entziehen vermag, und wieder andere hatten ihre eigenen, gänzlich privaten Beweggründe, die niemanden etwas angingen und die man, wie es sich gehört, unkommentiert ließ. So lichteten sich die Reihen der Teilnehmenden, doch niemand mochte es den Fernbleibenden verübeln; ein jeder folgt schließlich den Notwendigkeiten seines eigenen Seins. Sodann ereilte das Fest ein zweiter, unerwarteter Schlag. Der Grillplatz, mit Bedacht ausgewählt, gelegen unter Bäumen und mit Aussicht auf den Erlabrunner Baggersee, wurde von der Obrigkeit für gesperrt erklärt – die Waldbrandgefahr, hieß es, dulde kein offenes Feuer. Eine Nachricht, die gewiss ihre Berechtigung hatte, so unwillkommen sie auch war, und die man, in Ermangelung besserer Alternativen, mit stoischer Fassung hinzunehmen hatte.

Nun aber begab sich das eigentliche kleine Dilemma dieser Geschichte: Die Mitteilung von der Sperrung erreichte die Organisatoren erst am Freitag, und zwar zu einer Stunde, da die meisten Mitarbeiter bereits Feierabend gemacht hatten und, die Gedanken beim wohlverdienten Ruhen, kaum noch mit dienstlichen Neuigkeiten rechneten. Es blieb also nichts übrig, als sich mit Eifer und Erfindungsgeist an die Aufgabe zu machen, eine ganze Schar von Teilnehmern in aller Eile zu benachrichtigen. Telefone wurden zur Hand genommen, Nachrichten verschickt, und mancher Anruf verhallte ungehört, weil sein Empfänger bereits den Freitagabend genoss. Es war, um es milde auszudrücken, ein Unterfangen von beträchtlichem Abenteuergeist, bei dem sich die Organisatoren wie Boten in einem alten Roman vorkamen, die durchs Land eilen, um eine Nachricht rechtzeitig an ihren Bestimmungsort zu bringen. Am Ende gelang es, alle zu erreichen – und darüber durfte man sich billig freuen.

Der Ersatzplatz, ein bescheidenerer, aber durchaus einladender Flecken am anderen Ende der Stadt, erwies sich als beliebter, als man erwartet hatte, denn das Dezernat war an jenem Tag keineswegs allein. Mehrere Familien hatten sich mit ihren Kindern eingefunden, ein Hund lief bettelnd von Grill zu Grill, und in nächster Nähe hatte sich eine Gesellschaft niedergelassen, deren Anwesenheit sich schwerlich übersehen ließ: ein Junggesellenabschied, dessen Zeremonienmeister mit einem Megafon bewaffnet war und keine Gelegenheit ausließ, den Bräutigam in spe vor der versammelten Nachbarschaft mit Aufgaben und Anekdoten zu erheitern. Gelächter, Musik und gelegentliches Jubelgeschrei begleiteten fortan das Fest des Dezernats, und man fand sich, ob man wollte oder nicht, in bester Nachbarschaft eines Vergnügens, das nicht das eigene war.

Die Zahl der Erschienenen mochte überschaubar sein, doch ihre Zusammensetzung sprach für sich: Alles Bereiche und der Stab des Dezernats waren vertreten. Hinzu kamen zahlreiche Familienangehörige – Ehepartner, die halfen, die Kühltaschen, den Grill und allerlei Beiwerk zu tragen, und Kinder, die zwischen den Tischen umherliefen, als gehöre ihnen der ganze Platz. So verwandelte sich das Fest von einer Nicht-Pflichtübung in etwas Herzlicheres, in dem man einander auf eine Weise begegnete, die der Büroalltag selten gestattet. Für das leibliche Wohl war, dem Himmel und der Förderung durch MachMit! sei Dank, aufs Beste gesorgt. Es fehlte an nichts: Fleisch und Fleischalternativen brutzelten auf dem Grill, Salate und Kuchen standen in Fülle bereit, und niemand musste zweimal überlegen, ehe er sich einen Nachschlag gönnte. Ohne diese willkommene Unterstützung, so darf man vermuten, wäre der Tisch zwar nicht karger gedeckt gewesen aber vielleicht die Stimmung etwas gedämpfter ausgefallen. Als die Sonne sich schließlich senkte und ihr goldenes Licht über die Bänke und die müden, zufriedenen Gesichter der Verbliebenen warf, ließ sich mit Gewissheit sagen: Das Fest war trotz aller Widrigkeiten ein Erfolg. Die Kinder waren erschöpft von ihrem herumgetolle, die Erwachsenen von der Sonne und dem guten Essen, und selbst der Lärm des benachbarten Junggesellenabschieds, der bis zuletzt nicht verstummte, war zu einer heiteren Fußnote des Tages geworden, über die man eher lachte als sich ärgerte. Man hörte allenthalben zufriedene Stimmen, ein „Das war schön“ hier, ein zustimmendes Nicken dort, und mehr als einer fragte bereits, wann sich eine solche Gelegenheit wohl wiederholen möge. Es war, alles in allem, kein Fest ohne Fehl und Tadel – der Grillplatz war nicht der erträumte, die Nachricht kam spät, und mancher fehlte, der gerne dabei gewesen wäre. Doch wer kam, der ging mit einem warmen Herzen und der freudigen Erwartung nach Hause, dass das Dezernat im nächsten Jahr wieder ein solches Fest organisieren werde – und dass es, welche Überraschungen es auch bereithalten mag, gewiss ebenso denkwürdig ausfallen wird wie dieses. (Sascha Illmer, 07/2026)


Rezept für den Johannisbeer-Rührkuchen:

– 3 Eier (Raumtemperatur)
– 170g Joghurt (Raumtemperatur)
– 170g Butter (Raumtemperatur)
– 150g Zucker
– 280g Mehl
– 1 Päckchen Backpulver
– 1 Päckchen Vanillinzucker
– 750g Johannisbeeren (entstielt) oder andere Früchte
– Brauner Zucker zum Toppen

Zubereitung:

Eier, Joghurt, Butter, Zucker, Mehl, Backpulver & Vanillinzucker mit dem Schneebesenaufsatz des Handrührgeräts ca. 3 Minuten schaumig schlagen. Danach Die Johannisbeeren vorsichtig unterheben (einige aufheben, um sie obendrauf zu streuen). Die Masse in eine eingefettete Springform geben (Boden am besten mit Backpapier auslegen). Mit den Restlichen Johannisbeeren bestreuen. Mit braunem Zucker bestreuen (gibt eine knackige Kruste). Bei 170° C Ober- und Unterhitze ca. 55 Min. backen. In der Form auskühlen lassen. Genießen.


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