Bericht zur eintägigen Zugspitzwanderung, 26.6. – 30.06.26

Auch in diesem Jahr haben acht Kollegen vom BMAS, BMG und KBS – unter der Leitung von Thomas Heim und Laura Daïeff – die eintägige Besteigung der Zugspitze erfolgreich absolviert.


Anders als in den vergangenen Jahren beschlossen wir mit Blick auf die Wetterlage als Gruppe, bereits am ersten Tag unseres dreitägigen Aufenthalts in Garmisch den Aufstieg zu wagen. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage – sehr heiß mit der Möglichkeit von Nachmittagsschauern – ließ uns kaum Alternativen. Aber vielleicht war es ein glücklicher Zufall, denn so war die Gruppe noch frisch und voller Energie. Und vor allem waren alle froh, die Aufregung der Zugspitzbesteigung bereits am ersten Tag hinter sich zu haben.


Wie üblich brachen wir kurz nach 4 Uhr morgens auf. Schon kurze Zeit später ging die Sonne auf und bescherte uns einen wunderschönen Sonnenaufgang, der die umliegenden Berge in rotes Licht tauchte. Die ersten 16 Kilometer bis zur Reintalangerhütte legten wir in recht zügigem Tempo zurück. Das Einzige, was dabei zu leiden hatte, waren die Sohlen der Wanderstiefel einer unserer Kolleginnen – die sich auch durch verschiedene Versuche, sie mit Schnürsenkeln und anderen improvisierten Lösungen zu sichern, nicht mehr retten ließen. Aber keine Sorge: Wir haben gelernt, in der Reintalangerhütte kann man auch neue Wanderstiefel kaufen!


Nach einer kurzen Stärkung machten wir uns auf den steilen Aufstieg zur Knorrhütte. Nicht nur der Höhenunterschied, den wir hier bewältigen mussten, stellte eine Herausforderung dar, sondern auch die Hitze und die von den hellen Felsen reflektierte Sonne. Aufgeteilt in zwei bis drei kleine Gruppen erreichten wir alle gegen Mittag die Knorrhütte. Die Anstrengung stand uns allen deutlich ins Gesicht geschrieben. Der Hüttenwirt riet uns, viel zu trinken und vor allem in langsamem Tempo weiterzugehen; er hatte bereits einige Wanderer gesehen, deren Kreislauf kurz hinter der Knorrhütte versagt hatte.


Auch wenn die letzte Etappe zum Sonnalpin deutlich flacher ist als der Abschnitt zwischen der Reintalangerhütte und der Knorrhütte, ist die Herausforderung nicht unbedingt weniger groß. Zu wissen, dass man kurz vor dem Ziel ist – und es manchmal sogar schon sehen kann –verleiht einem neuen Schwung; doch dann ist die Ziellinie immer noch zwei Stunden entfernt, und die Seilbahn verschwindet immer wieder hinter dem nächsten Hügel. Jeder geht damit anders um: mal mit vielen Pausen, mal einfach durchhalten. Bis schließlich der Sonnalpin erreicht ist. Von dort aus fuhren sieben Kolleg:innen mit der Seilbahn hinauf, während sich eine auf den steilen alpinen Wanderweg bis ganz oben wagte. Kurz nach 14:00 Uhr waren wir alle gemeinsam oben angekommen und vor allem sehr zufrieden mit unserer individuellen und gemeinsamen Leistung. Am Abend machten wir uns auf den Weg ins „Gasthaus zur Schranne“ – das inzwischen zu einer Art Stammlokal für die BMAS-Zugspitzen-Wandergruppen geworden ist.


Die verbleibenden zwei Tage verbrachten wir in Garmisch mit einem, aus körperlicher Ansicht, ruhigeren Programm. Am zweiten Tag gingen wir zu einem kleinen Badesee, der zu Fuß erreichbar war. Mit einem kleinen Strandcafé, einem wunderschönen Blick auf die Zugspitze und wenigen Menschen in der Umgebung wird er sicher zu einem Geheimtipp für zukünftige (BMAS-)Wanderungen. Am dritten Tag besuchten wir die Höllentalklamm. Selbst für Kollegen, die die Schlucht bereits kannten, bleibt sie ein beeindruckendes Naturschauspiel. Während unserer Mittagspause konnten wir sogar zusehen, wie die Bergwacht eine Hubschrauberübung durchführte – ein weiteres Highlight, vor allem für alle Fans der ARD-Dokumentation „Die Bergwacht“.

(Thomas Heim und Laura Daïeff, 09/2026)


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